Cahiers d'Art nr.4

In Venedig feiert die „Cahiers d’Art“ ihr 100-jähriges Bestehen – und mit ihr ein Magazin, das die Moderne mit definierte.

Der Blick auf Catawiki zeigt, wie sich der Kunsthandel ins Digitale verlagert – zwischen Expertise, Gebührenfragen und neuen Käufergruppen. Sotheby’s reagiert auf den schwächelnden Markt mit angepassten Provisionen: Die Auktionshäuser justieren ihr Geschäftsmodell.

In Paris kommt mit der Bibliothek von Dr. Marcel Zara ein geschlossenes Surrealismus-Konvolut unter den Hammer – ein Ereignis für Literatur- und Kunstsammler. Parallel dazu verändert sich auch die Schattenseite des Marktes: Kunstdiebstahl ist heute global organisiert und hochprofessionell.

Museal setzen starke Positionen Akzente: Mannheim würdigt Kaari Upson mit einer eindringlichen Retrospektive, Wien feiert Gustave Courbet als radikalen Realisten, Berlin rückt Otto Wagner als Vordenker der Großstadt in den Fokus. Und mit „Mexico Modern“ öffnet sich der Blick auf eine Architektur, die Vergangenheit und Gegenwart souverän verbindet.

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Kunstmarkt & Auktionen

100 Jahre „Cahiers d’Art“ Magazin: Die Avantgarde im Dialog

Zum 100. Jubiläum der legendären Pariser Kunstzeitschrift Cahiers d’Art richtet die Peggy Guggenheim Collection eine Sonderausstellung aus. Zehn historische Ausgaben aus den 1920er- bis 1950er-Jahren treten in direkten Dialog mit Meisterwerken der Sammlung – ein Schlaglicht auf ein Jahrhundert Moderne.

1926 vom Kunsthistoriker Christian Zervos gegründet, war „Cahiers d’Art“ mehr als eine Zeitschrift: Verlag, Galerie, Labor der Ideen. Hier publizierten Künstler wie Alexander Calder, Marcel Duchamp, Wassily Kandinsky und Pablo Picasso, ebenso Intellektuelle wie Samuel Beckett oder Georges Bataille. Fotografien von Man Ray und Dora Maar machten das Heft zum „tragbaren Museum“ der Avantgarde.

Bis heute erschienen 97 Ausgaben und über 50 Bände, darunter der maßgebliche Picasso-Katalog. Seit dem Relaunch 2012 durch den schwedischen Sammler Staffan Ahrenberg verbindet das Magazin historische Positionen mit Gegenwartskunst. Die Ausstellung in Venedig läuft bis Herbst 2026.
zur Ausstellung in der Peggy Guggenheim Collection

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Wie Sie auf Catawiki Kunst & Design kaufen und verkaufen

Was 2008 als Sammlerplattform begann, ist heute ein globales Online-Auktionshaus: Catawiki. Seit 2011 laufen wöchentliche Auktionen in rund 80 Kategorien – von Kunst über Oldtimer bis Schmuck und Münzen. Mehr als 180 Experten prüfen Objekte und begleiten Transaktionen.

Für Käufer wie Verkäufer bleibt die Frage zentral: Gebühren, Provisionen, Seriosität. Catawiki positioniert sich als kuratierte Alternative zu offenen Marktplätzen – mit Expertise als Geschäftsmodell.
Catawiki - Erfahrungen, Gebühren, Bewertung & Alternativen

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Neue Gebühren, neuer Druck: Sotheby’s justiert nach

Der Kunstmarkt schwächelt, die Häuser reagieren. Sotheby's erhöht weltweit die Käuferprovision. Die nicht verhandelbare Prämie – fällig zusätzlich zum Zuschlag – bleibt eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Künftig werden in New York bis 2 Millionen Dollar 28 Prozent fällig. Zwischen 2 und 8 Millionen Dollar liegt der Satz bei 22 Prozent, darüber bei 15 Prozent. London folgt mit angepassten Schwellenwerten. Die Botschaft ist klar: In einem enger werdenden Markt zählt jeder Prozentpunkt.
mehr dazu bei The Artnewspaper

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Guillaume Apollinaire, Les Mamelles de Tiresias. Paris, SIC, 1918., Copy on Hollande paper, accompanied by two sets of corrected proofs., Binding by Pierre-Lucien Martin.
Estimate: €20,000–25,000

Die Bibliothek des Dr. Marcel Zara: Poesie unter dem Hammer

Am 20. März 2026 versteigert Mirabaud-Mercier bei Hôtel Drouot die vollständige Bibliothek von Dr. Marcel Zara. Der Arzt und Vertraute der Dada- und Surrealisten hinterließ rund 350 Bände und Manuskripte – Schätzwert: 600.000 bis 800.000 Euro.

Im Zentrum stehen Werke von Guillaume Apollinaire, René Char und Henri Michaux. Dazu illustrierte Ausgaben von Salvador Dalí, Joan Miró oder Alberto Giacometti. Ein geschlossenes Ensemble, das Literatur- und Kunstgeschichte bündelt.
mehr zur Auktion

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Kunst

Gustave Courbet, L’Origine du monde | Der Ursprung der Welt, 1866 © Paris, musée d’Orsay, Foto: GrandPalaisRmn (musée d’Orsay)/Hervé Lewandowski

Kunstdiebstahl 2.0: Schnell, global, skrupellos

Der Mythos vom eleganten Gentleman-Dieb ist passé. Heute operieren international vernetzte Tätergruppen. Laut Christian Klein vom Bayerischen Landeskriminalamt werden Beuteobjekte rasch zerlegt und als Material verwertet.

Spektakuläre Fälle vom Louvre bis Dresden zeigen: Es geht um Effizienz, nicht um Glamour. Kunstdiebstahl ist ein Milliardenmarkt. Die Methoden sind professioneller denn je.
mehr dazu im Parnass Magazin

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Kaari Upson in Mannheim: „Dollhouse“ als Seelenarchiv

Kunsthalle Mannheim widmet Kaari Upson die erste umfassende Museumsschau in Deutschland. „Dollhouse“ versammelt das Werk der 2021 verstorbenen US-Künstlerin.

Upson verwandelte Kindheitserinnerungen, Vorstadthäuser und psychologische Abgründe in verstörende Installationen. Latex, Skulptur, Film – ihr Werk ist ein begehbares Traumaarchiv. Mannheim zeigt die ganze Wucht dieses Œuvres.
zur Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim
zur Kritik beim SWR

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Courbet in Wien: Realismus als Provokation

Leopold Museum präsentiert erstmals in Österreich eine große Retrospektive von Gustave Courbet. Im Zentrum: „L’Origine du monde“ – sonst im Musée d'Orsay beheimatet, nun hinter Panzerglas in Wien.

Courbets radikaler Realismus wirkt bis heute. Pornografisch oder emanzipatorisch? Die Debatte hält an. Dass das Werk nur selten reist, macht die Schau zur Sensation.
zur Ausstellung im Leopold Museum
mehr dazu beim Standard

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Otto Wagner, Studie für den Berliner Dom, 1890/91
Bleistift, Feder laviert, 57,5 × 81,4 cm Wien Museum, Inv.-Nr. 96.001/2

Design & Architektur

Otto Wagner: Die Stadt als Manifest

Otto Wagner war Architekt und Ideologe der Moderne. Das Tchoban Foundation Museum für Architekturzeichnung zeigt seine Zeichnungen als „Flugblätter der Moderne“.

Mit der Wiener Stadtbahn und programmatischen Schriften wie „Moderne Architektur“ sprengte Wagner den Historismus der Ringstraßenzeit. Technik statt Dekor, Funktion statt Zitat – Wien wurde zur gebauten Vision der Großstadt.
 zur Ausstellung im Museum für Architekturzeichnungen
 Kritik und Zusammenfassung in der DB

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„Mexico Modern“: Architektur, die Fernweh weckt

Mit „Mexico Modern: Architecture and Interiors“ legt der Verlag Rizzoli International Publications eine opulente Bestandsaufnahme vor. Autorin Tami Christiansen und Fotograf Richard Powers führen durch ikonische Bauten des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Das Buch zeigt Mexiko als Labor moderner Architektur – sinnlich, radikal, lichtdurchflutet. Eine Einladung zum Aufbruch.
zum Buch

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