
Salvador Dalì (1904-1989), Décor de théâtre pour Bacchanale
Ein mögliches Auktionshighlight kündigt sich in Paris an: Salvador Dalís monumentales „Bacchanale“ könnte erstmals seit Jahrzehnten wieder den Besitzer wechseln – ein Werk zwischen Bühne, Wahn und Meisterinszenierung. Gleichzeitig eskaliert ein Fall, der zeigt, wie ungelöst die Vergangenheit bleibt: Ein wiederentdecktes Porträt von Gustav Klimt wird zum Streitobjekt zwischen Staaten, Erben und Marktinteressen.
Währenddessen ringt Wien mit sich selbst. Nach den Ausfällen zentraler Messen sucht die Galerienszene nach einem Neustart – und fordert nichts weniger als eine neue internationale Plattform. Ein wenig Hollywood Glanz: Gwyneth Paltrow versteigert ihr persönliches Archiv und macht ihren Stil zur Ware – zwischen Intimität und Inszenierung.
Global verschieben sich die Kräfte: In Indien wächst ein selbstbewusster Markt heran, getragen von Sammlern, die nicht nur kaufen, sondern Strukturen schaffen.
In Potsdam wird Max Liebermann neu gelesen – als Künstler, Netzwerker und Gegenfigur zum Establishment seiner Zeit. Und in Venedig bereitet Florentina Holzinger einen Auftritt vor, der die Erwartungen sprengen dürfte.
In Berlin blickt Giulia Andreani zurück – und legt die blinden Flecken der Geschichte frei. Derweil erinnert das Werk von Gio Ponti daran, dass Disziplinen immer nur Konstrukte sind. Und Daniel Arsham zeigt mit einem scheinbar einfachen Objekt, wie radikal Präzision sein kann.
👉 Lesen Sie weiter. Entdecken Sie, was die Kunstwelt bewegt – und was bleibt.
Kunstmarkt & Auktionen
Wird Dalís Bacchanale, sein bisher größtes Werk, versteigert?
Es ist kein Gemälde. Es ist ein Ereignis. Das monumentale Bühnenbild „Bacchanale“, entworfen von Salvador Dalí für die Bühne der Metropolitan Opera, könnte schon Ende März in Paris unter den Hammer kommen. Ein Werk, das nicht nur Raum füllt, sondern ihn verschiebt.
1939 war „Bacchanale“ Dalís Eintritt in eine neue Welt: Theater, Tanz, Musik – verschmolzen zu einem „paranoid-kritischen“ Gesamtkunstwerk. Jahrzehnte später taucht diese „Bühnenmaschine“ wieder auf, zuletzt in Mailand gezeigt. Jetzt steht sie womöglich vor ihrem nächsten Akt: dem internationalen Kunstmarkt.
➥ zur Ausstellung in der Peggy Guggenheim Collection
#####
Klimt, ein Prinz und ein Streit ohne Ende

Gustav Klimts 1897 geschaffenes Porträt des westafrikanischen Prinzen wurde 1919 ohne den Schriftzug "Gustav Klimt Nachlass" zum Verkauf angeboten., Foto: Der Standard
Ein verschollenes Porträt. Ein Preis von 15 Millionen Euro. Und ein Konflikt, der sich zuspitzt. Das Bild von Gustav Klimt zeigt Prinz William Nii Nortey Dowuona – und bringt heute Sammler, Händler und Staaten gegeneinander auf. Jahrzehntelang galt es als verschwunden. Dann tauchte es wieder auf, wurde restauriert, geprüft, bewertet.
Doch kurz vor seiner Präsentation auf der TEFAF eskalierte der Fall. Ein Restitutionsvergleich scheiterte, Ungarn fordert die Rückgabe. Die Wiener Händler halten dagegen. Was bleibt, ist ein Bild – und ein offener Streit über Besitz, Geschichte und Verantwortung.
➥ mehr dazu beim Standard
#####
Wiener Galerien suchen Ausweg aus dem Kunstmesse-Dilemma
Ein Jahr ohne große Messe. Für Wiens Galerien ist das kein Betriebsunfall, sondern eine Zäsur. Nach den Absagen von viennacontemporary und SPARK formiert sich Widerstand. 33 Galerien, angeführt von Maximilian Thoman, suchen den Ausweg. Ihr Ziel: ein neuer, zentraler Kunstevent – international sichtbar, lokal verankert. Die Forderung ist klar: politische Unterstützung, finanzielle Mittel, ein gemeinsamer Kraftakt. Denn ohne Bühne bleibt selbst die stärkste Szene unsichtbar.
➥ mehr dazu artmagazine
#####
Gwyneth Paltrow trennt sich von ihrem Stil
Vom roten Teppich ins Auktionshaus. Gwyneth Paltrow öffnet ihre privaten Räume – und verkauft, was sie geprägt hat: Mode, Schmuck, Möbel. Alles kommt bei Julien's Auctions unter den Hammer. Es ist mehr als ein Verkauf. Es ist ein Blick in eine kuratierte Welt. Der Erlös? Teilweise für den guten Zweck. Der Stil? Unverkennbar Paltrow: reduziert, luxuriös, kalkuliert persönlich.
➥ mehr zur Auktion
#####
Warum boomt Indiens Kunstmarkt?
Der indische Kunstmarkt wächst – schnell, selbstbewusst, global. Sammler wie Jaiveer Johal investieren nicht nur, sie bauen Strukturen. Mit seiner Stiftung fördert er südasiatische Kunst und bringt sie zurück ins lokale Bewusstsein. Chennai statt nur London oder New York. Zwischen India Art Fair und neuen internationalen Formaten entsteht ein Markt, der sich nicht mehr erklären muss. Sondern behauptet.
➥ zum Sammler Interview
➥ GYSTAV ist Dein Kompass in der Welt des Interior Designs.
Wir durchforsten die Szene, filtern das Rauschen und liefern Dir nur das Wesentliche: echte Fundstücke. Industrial Furniture mit Charakter. Mid-Century-Ikonen, die Geschichte atmen. Kunst und Collectible Design des 20. und 21. Jahrhunderts, die Räume verwandeln.
Lass Dich inspirieren. Entdecke, was bleibt.
Abonniere jetzt den Newsletter – und lass dich inspirieren. Hier anmelden
Kunst

Max Liebermann Simson und Delila, 1902 Öl auf Leinwand, 151,1 × 212 cm
Städel Museum, Frankfurt am Main, erworben 1910
Liebermann im Barberini
Im Museum Barberini wird Max Liebermann neu verortet. Mehr als 110 Werke zeigen nicht nur den Maler, sondern den Netzwerker, Sammler, Kulturpolitiker. Einen, der gegen die Enge der kaiserlichen Kunstpolitik arbeitete – und damit eine Bewegung prägte.
Sein Garten am Wannsee bleibt ikonisch. Doch die Ausstellung zeigt: Liebermann war mehr als seine Motive.
➥ zur Ausstellung im Barberini Potsdam
#####
Florentina Holzinger: Angriff auf Venedig
Ein Tag mit einer Künstlerin, die keine Kompromisse kennt. Wenn Florentina Holzinger im Mai den österreichischen Pavillon in Venedig bespielt, wird es keine leisen Töne geben. Ihre Arbeiten sind radikal, körperlich, politisch. Die Frage ist nicht, was sie zeigt. Sondern, wie weit sie geht.
➥ mehr dazu bei der Zeit
#####
Giulia Andreani schreibt Geschichte um
Im Hamburger Bahnhof zerlegt Giulia Andreani die Vergangenheit. Ihre Gemälde, gespeist aus Fotografien und Archiven, zeigen, was fehlt: die ausgelassenen Geschichten, die verdrängten Figuren. In Paynesgrau, zwischen Dokument und Fiktion. Die Geschichte bleibt. Aber sie bekommt Risse.
➥ zur Ausstellung im Hamburger Bahnhof
Diesen Werbeplatz buchen!
➥ Sichern Sie sich für die kommenden Newsletter diesen Werbeplatz hier!

Gio Ponti, Innenräume des Palazzo Bo, Sitz der Universität Padua, ph. Massimo Pistore
Design & Architektur
Gio Ponti: Der Unfassbare
Architekt? Designer? Herausgeber? Gio Ponti war alles – und entzog sich jeder Kategorie. Vom Pirelli-Hochhaus bis zur Zeitschrift Domus: Ponti dachte Gestaltung als Gesamtsystem. Er nannte sich selbst gescheitert. Tatsächlich schuf er ein Werk, das bis heute Maßstäbe setzt.
➥ hier mehr dazu
#####
Daniel Arshams perfekter Zeichentisch
Manchmal beginnt Innovation am Schreibtisch. Daniel Arsham ließ sich von einem Madrider Designstudio einen Zeichentisch bauen – analog, präzise, kompromisslos funktional. Ein Objekt, das zeigt: Auch im digitalen Zeitalter bleibt das Handwerk der Ausgangspunkt.
➥ bei Wallpaper mehr dazu
Werben im Artinfo24 Newsletter?
Werbung buchen im Artinfo24 Newsletter. Hier anfragen!
