
Michelangelo, Studie eines rechten Fußes, Vorstudie zur Libyschen Sibylle an der Sixtinischen Kapelle, Rötelzeichnung, signiert „Michelangelo Bona Roti“, 13,5 x 11,5 cm, Schätzpreis: 1.500.000–2.000.000 US-Dollar. © Christie's Images Ltd 2025
Ein zufällig eingesandtes Foto entpuppt sich als unbekannte Michelangelo-Zeichnung, die im kommenden Jahr bei Christie’s versteigert wird.
Eine Titanic-Uhr erzielt einen Rekordpreis, während Berlin, München und Bonn mit pointierten Ausstellungen den Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kunst schärfen.
Die US-Auswahl für die Biennale von Venedig sorgt für Diskussionen, und eine neue Doku-Serie rollt einen der größten Kunstfälschungsskandale neu auf.
Und in München sorgt eine Ausstellung zum Werk von Hermann Glöckner für Aufsehen.
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Kunstmarkt & Auktionen
Michelangelo: Zufallsfund einer Zeichnung wird Sensation
Ein unscheinbares Foto, eingereicht über Christie’s Online-Portal „Schätzung anfordern“, hat zu einer kunsthistorischen Überraschung geführt. Die Zeichnungsexpertin Giada Damen identifizierte die zugeschickte Rötelstudie als bislang unbekannte Arbeit Michelangelos – eine Vorstudie zum rechten Fuß der Libyschen Sibylle in der Sixtinischen Kapelle. Der Fund ist spektakulär: die erste neu entdeckte Michelangelo-Zeichnung für die Kapelle, die je versteigert wird, eine von nur rund zehn Blättern in Privatbesitz. Am 5. Februar 2026 soll das Werk in New York unter den Hammer kommen. Der Schätzpreis: 1,5 bis 2 Millionen Dollar.
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Titanic-Uhr erzielt Rekordpreis

Die gravierte Golduhr von Jules Jurgensen aus 18-karätigem Gold gehörte einst Isidor Straus, der 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben kam. Foto von Henry Aldridge and Son Ltd.
Eine goldene Taschenuhr aus dem Wrack der Titanic hat bei einer Auktion 2,33 Millionen Dollar erzielt – ein Rekord für ein Artefakt des Unglücks. Die 18-karätige Uhr gehörte dem Unternehmer Isidor Straus, der 1912 gemeinsam mit seiner Frau Ida starb. Das Uhrwerk blieb im Moment des Untergangs stehen: 2:20 Uhr. Das Stück blieb über ein Jahrhundert im Besitz der Familie und kehrte nun mit einem Paukenschlag in die Öffentlichkeit zurück.
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Giacometti-Fälschungen: Doku über den größten Skandal der letzten Jahre
Über tausend nachgeahmte Giacometti-Skulpturen beschlagnahmte das LKA Stuttgart im Jahr 2009 – einer der größten Kunstfälschungsfälle Europas. Die neue Dokuserie Millionen Fake blickt tief in die Schattenwelt professioneller Fälscher und rekonstruiert die Ermittlungen gegen das weit verzweigte Netzwerk. Eine Chronik des Betrugs, erzählt aus nächster Nähe.
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Ingvild Goetz und der Traum vom eigenen Museum
Die Münchner Sammlerin Ingvild Goetz erzählt von einem Weg, der im Galeriebetrieb begann und im eigenen Museum mündete. Von frühen Anfängen in Zürich und München über Ausstellungen mit Christo, LeWitt und Twombly bis zur Entscheidung, die Kunst buchstäblich in den eigenen Garten zu holen. Ein Porträt über Unabhängigkeit, Mut und eine klare Vision.
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Kunst
Hermann Glöckner: Der sturste Künstler, den Deutsches Reich, DDR und BRD je hatten

Der Maler und Bildhauer Hermann Glöckner (1889-1987) vor einer Arbeit von Horst Bartnig in einer Wohnungsausstellung bei Eberhard Gäbler am 20.4.1974, Foto: Roderich Kahn wikimedia
Thomas Scheibitz setzt dem notorisch eigenwilligen Künstler Hermann Glöckner in der Pinakothek der Moderne ein kraftvolles Denkmal. Die Schau zeigt Glöckner als kompromisslosen Geist, der die politischen Systeme – Kaiserreich, DDR und Bundesrepublik – unbeeindruckt überdauerte. Ein dringlicher Ausstellungstipp.
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US-Pavillon in Venedig: Ernüchternde Wahl
Die Entscheidung für Alma Allen als Vertreter der USA auf der Biennale 2026 sorgt für Kritik. Allens elegante, abstrakte Skulpturen gelten als ästhetisch sicher, aber politisch harmlos – ein Signal, das in einem Jahr voller gesellschaftlicher Spannungen kaum überraschen kann. Das Außenministerium steuert das Verfahren, entsprechend wenig Raum bleibt für künstlerische Auseinandersetzung mit den aktuellen Verwerfungen des Landes.
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Zwei Blicke auf Amerika in Bonn
Die Bundeskunsthalle und das Kunstmuseum Bonn setzen zeitgleich zwei starke Akzente. Die immersive Retrospektive „W.I.M.“ feiert Wim Wenders zum 80. Geburtstag und erkundet seine Kunst des Sehens. Gleich nebenan eröffnet Gregory Crewdson seine präzise komponierten, rätselhaft stillen Fotografien der US-Vorstadt. Zwei Ausstellungen, die sich gegenseitig schärfen – und Amerika aus völlig unterschiedlichen Winkeln beleuchten.
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Museum für Angewandte Kunst (Detail), ca. 1985, Foto: KGM-Archiv, Fotograf unbekannt.
Design & Architektur
„Heimsuche“: 40 Jahre KGM als Zukunftslabor
Das Kunstgewerbemuseum im Berliner Kulturforum feiert sein Jubiläum nicht mit Rückschau, sondern mit Experiment. Die Ausstellung „Heimsuche: 40 Jahre KGM“ versteht sich als kulturelle Séance. Keine lineare Geschichte, sondern ein offener Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und möglichen Zukunftsentwürfen. Die Schau bespielt mehrere Galerien und richtet den Blick bewusst nach vorn.
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