Ausschnitt aus der wiederentdeckten Rubens Zeichnung, Foto: Peter Paul Rubens/Klaas Müller/Brafa Art Fair

Eine wiederentdeckte Rubens-Zeichnung sorgt für Aufmerksamkeit, während Berliner Galerien innehalten oder internationale Standorte schließen.

Der Collecting-Markt setzt neue Maßstäbe – mit einem Superman-Comic zum Rekordpreis.

Werbeanzeigen auf Truth Social für NS-belastete Kunst entfachen eine kontroverse Debatte über Verantwortung und Kontext.

Museen und Institutionen richten den Blick auf Skulptur. Bei der Galerie Judin zeigt Adrian Ghenie wie uns Social Media entmenschlicht.

Der Designsektor befindet sich im Umbruch: Messen verändern ihre Formate, große Ausstellungen prägen den Ausblick auf 2026.

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Kunstmarkt & Auktionen

vermeintliche Rubens-Zeichnung wiederentdeckt

Ein vermeintlich übersehenes Werk entpuppt sich als Entdeckung: Der belgische Kunsthändler Klaas Muller hat eine Studie eines bärtigen Männerkopfes Peter Paul Rubens zugeschrieben. Das Öl auf Papier, auf Holz aufgezogen, datiert um 1609. Muller erwarb das Werk vor drei Jahren für 116.000 Dollar bei einem kleineren nordeuropäischen Auktionshaus. Den Namen hält er zurück – aus Wettbewerbsgründen, wie er dem Guardian sagte. Über den Fund berichtete ausführlich die niederländische Tageszeitung De Standaard.

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Debatte um NS-Kunst und Werbung auf Truth Social

Eine auf Kunst aus dem Besitz führender Nationalsozialisten spezialisierte Galerie sorgt für heftige Kritik. Anlass sind Werbeanzeigen auf Truth Social, der Plattform von Donald Trump. Beobachter warnen vor einer problematischen Vermarktung historisch belasteter Werke und der Gefahr, revisionistische Milieus anzusprechen. Die Galerie verfügt über einen umfangreichen Bestand und leiht Werke an namhafte Museen aus – die Frage nach Kontextualisierung und Verantwortung bleibt.
➡️ mehr dazu bei The Art Newspaper

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Superman-Comic erzielt Rekordpreis

Ein Heft aus der Superman-Reihe von 1938 hat Comic-Geschichte geschrieben. Für 15 Millionen Dollar wechselte das einst für zehn Cent verkaufte Exemplar den Besitzer – ein neuer Weltrekord. Der Käufer bleibt anonym. Das seltene Heft befand sich früher im Besitz von Nicolas Cage, wurde 2000 gestohlen und 2011 wiederentdeckt. Der bisherige Rekord lag bei 9,1 Millionen Dollar.

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Kunst

Skulpturenausstellungen der Saison

Isamu Noguchi: „Ich bin kein Designer“, High Museum of Art, Atlanta

Was ist Skulptur? Das 20. Jahrhundert hat die Gattung radikal erweitert. Flüchtige, vergängliche, demontierbare Werke verließen den White Cube und suchten die Auseinandersetzung mit Raum und Natur. Aktuelle Ausstellungen spannen den Bogen von Anish Kapoors Wahrnehmungsexperimenten bis zu Jeff Koons’ hochglänzenden Ikonen des Konsums – und zeigen, wie Bildhauerei ihre eigenen Grenzen immer wieder infrage stellt.
➡️ bei Aesthetica erfahren Sie mehr

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Galerie Mehdi Chouakri legt Pause ein

Nach fast drei Jahrzehnten zieht die Berliner Galerie Mehdi Chouakri einen Schlussstrich – vorerst. Rund 250 Ausstellungen an wechselnden Standorten prägen die Bilanz. In einer Rundmail kündigt der Galerist eine Ausstellungspause an, um über die zukünftige Form der Arbeit nachzudenken. Ein Abschied ist es nicht: Die Betreuung der künstlerischen Nachlässe wird fortgesetzt.
➡️ mehr bei artmagazine

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Wentrup schließt Dependance in Venedig

„Arrivederci Venezia“: Die Galerie Wentrup beendet ihr Engagement in der Lagunenstadt. Nach drei Jahren verabschieden sich Jan und Tina Wentrup von ihrem venezianischen Außenposten. Seit Frühjahr 2024 zeigte die Galerie im ehemaligen Atelier der Designerin Roberta di Camerino Ausstellungen eigener Künstlerinnen und Künstler, teils im Dialog mit Positionen wie Enzo Cucchi. Neue Projekte sind angekündigt.
➡️ mehr bei artmagazine

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Adrian Ghenie zeigt wie uns Social Media entmenschlicht

Adrian Ghenie richtet den Blick auf eine Szene, die jeder kennt: Frühstück, Gabel in der Hand, das Smartphone stets griffbereit. In seinem Gemälde Das Frühstück verdichtet der Künstler die Gleichzeitigkeit von körperlichem Bedürfnis und digitaler Abhängigkeit. Entstanden vor dem Hintergrund der Pandemie, steht das Bild exemplarisch für Ghenies Auseinandersetzung mit einer Gesellschaft im Dauerzustand der Ablenkung. Der leuchtende Bildschirm konkurriert mit der Realität, Aufmerksamkeit zerfällt, Konzentration erodiert. Ghenies Malerei wird zur Diagnose einer Entmenschlichung, die sich im Alltag längst normalisiert hat – und deren Folgen Neurobiologen ebenso alarmieren wie Eltern und Pädagogen.
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Design & Architektur

Designmessen im Wandel – Ausblick auf 2026

Die Pandemie hat die Designmesse nachhaltig verändert. Klassische Formate verlieren an Zugkraft, andere erfinden sich neu. Stockholm pausiert 2026 und kehrt 2027 als Biennale zurück, London hat den Betrieb eingestellt. Mailand setzt dagegen auf Ausbau: Der Salone del Mobile erweitert sein Kulturprogramm und plant einen neuen Sammlerdesign-Pavillon auf der Fiera Milano.
➡️ zum ausführlichen Ausblick

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Zehn Designausstellungen für 2026

Retrospektiven, Archivblicke, neue Perspektiven: 2026 verspricht ein starkes Ausstellungsjahr für Design. Große Namen wie Verner Panton, Lella und Massimo Vignelli, Isamu Noguchi oder Alessandro Mendini stehen ebenso im Fokus wie zeitgenössische Protagonistinnen – Hella Jongerius, Es Devlin, Sabine Marcelis. Institutionen weltweit bereiten Ausstellungen vor, die Designgeschichte neu vermessen.
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