Rose Wylie, Black Strap (Red Fly), 2012 Oil, graphite, marker and collage on canvas. 184.2 × 331.6 cm (overall). Courtesy Charlotte and Philip Colbert. Photograph courtesy Jari Lager. Photo: Soon-Hak Kwon. © Rose Wylie

Sotheby’s bringt die Sammlung de Gunzburg unter den Hammer – und testet, wie weit sich die Preise für Design inzwischen treiben lassen.

Während der Markt laut bleibt, setzt die Biennale Venedig 2026 auf das Gegenteil. Die letzte, bereits fertiggestellte Ausstellung von Koyo Kouoh wird kein Spektakel, sondern eine leise, präzise gesetzte Haltung – und vielleicht genau deshalb so wirksam.

Dass große Entdeckungen oft im Verborgenen liegen, zeigt ein Fund in den Niederlanden: 35 Radierungen von Rembrandt van Rijn, jahrzehntelang unbeachtet in einer Schublade. Ein Zufall, der den Blick auf den Wert von Kunst neu schärft.

Institutionen wie die Albertina hingegen wissen genau, was sie besitzen – und machen daraus ein Statement. „Faszination Papier“ verdichtet sechs Jahrhunderte Kunstgeschichte zu einer Ausstellung über Material, Medium und Gedächtnis.

Zeit scheint ohnehin relativ zu sein: Rose Wylie malt mit 91 Jahren kompromisslos weiter und beweist in London, dass künstlerische Energie keine Frage des Alters ist.

Manchmal beginnt alles mit einem einzigen Moment. Für Patrizia Sandretto Re Rebaudengo war es die Begegnung mit Anish Kapoor – der Ausgangspunkt für eine der einflussreichsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Europa.

Auch Anselm Kiefer arbeitet an den großen Linien der Geschichte. In Mailand führt er Vergangenheit und Gegenwart zusammen – in einem Raum, der selbst Teil dieser Geschichte ist.

Der Blick zurück zeigt, wie radikal die Moderne einst begann: Das MAK Wien erzählt Wien um 1900 als Experimentierfeld einer neuen Gestaltungsidee, die bis heute nachwirkt.

Und schließlich kehrt mit Antoni Gaudí ein Visionär zurück in die Gegenwart: Seine Möbelentwürfe werden neu aufgelegt – und wirken noch immer wie Entwürfe für morgen.

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Kunstmarkt & Auktionen

Wenn Design zur Millionenwette wird

New York, Frühjahr. Der Markt war längst heiß gelaufen – doch jetzt legt Sotheby’s nach. Am 22. April kommt die Sammlung von Jean und Terry de Gunzburg unter den Hammer. Eine Auktion, die das Kräfteverhältnis im Designmarkt verschieben könnte. Erwartet werden bis zu 43 Millionen Dollar. Erst vor Kurzem sorgte das Haus mit einer surrealen Ikone für Schlagzeilen: einer nilpferdförmigen Bar von François-Xavier Lalanne – verkauft für 31,4 Millionen Dollar. Jetzt folgt der nächste Test. Nicht nur für Sammler. Für den gesamten Markt.
zur Einschätzung beim Wallpaper Magazin

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Der Zufall in der Schublade - Rembrandt van Rijn

35 Radierungen von Rembrandt zufällig wiederentdeckt

Zutphen, Niederlande. Eine Schublade. Eine Mappe. Jahrzehnte lang unbeachtet.

Darin: 35 originale Radierungen von Rembrandt. Gekauft zwischen 1900 und 1920 – für wenige Gulden. Zu einer Zeit, als Druckgrafik kaum zählte. Vererbt. Weggelegt. Vergessen.

„Schöne Bilder“, mehr nicht.

Erst während der Pandemie der zweite Blick. Zweifel. Prüfung. Erkenntnis. Ein kunsthistorischer Glücksfall – entstanden nicht durch Suche, sondern durch Zufall.
die ganze Geschichte gibt es hier nachzulesen

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Kunst

Biennale Künstlerliste steht fest

Diese 111 Künstler: Innen nehmen an der Biennale Venedig teil

Diese Biennale beginnt mit einer Abwesenheit. Die Kuratorin Koyo Kouoh wird ihre eigene Ausstellung nicht mehr eröffnen. Doch ihr Konzept steht – präzise, entschieden, kompromisslos.

In Minor Keys“ verweigert das Spektakel. Keine Monumente. Keine Überwältigung.

Stattdessen: Räume wie Inseln. Still. Konzentriert. Reibungsvoll.

Kouoh denkt Ausstellung als Komposition. Improvisation statt Kontrolle. Emotion statt Geste. Die Liste der 111 Künstler folgt dieser Haltung. Keine Hierarchien. Kein Zentrum. Viele Namen jenseits des Marktes. Stimmen, die sonst überhört werden.
zur kompletten Liste der Künstler: Innen der 61. Biennale Venedig

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Papier als Weltarchiv - zu sehen in der Albertina

Wien feiert. 250 Jahre Sammlungsgeschichte – und mehr als eine Million Werke auf Papier.„Faszination Papier“ spannt den Bogen über sechs Jahrhunderte. Von Rembrandt bis Anselm Kiefer. 140 Arbeiten, herausgefiltert aus einem nahezu unerschöpflichen Bestand. Darunter: der monumentale „Plan de Turgot“, eine aus 20 Druckplatten zusammengesetzte Karte von Paris. Präzision als Macht Instrument.
zur Ausstellung in der Albertina
mehr dazu bei Artmagazine

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91 Jahre. Kein bisschen leise. Rose Wylie

Instagram post

Kent, ein Atelier im kontrollierten Chaos. Hier arbeitet Rose Wylie. 91 Jahre alt. Ungebremst.

Am 28. Februar eröffnet in der Royal Academy of Arts ihre bisher größte Ausstellung: „The Picture Comes First“. Ihre Malerei ist direkt. Roh. Unverschämt lebendig. Antike trifft Popkultur, persönliches Archiv trifft große Geste. Wylie malt, als gäbe es keine Regeln. Und vielleicht ist genau das ihr Prinzip. Die Ausstellung wurde bis zum 19.April 2026 verlängert.
zur Ausstellung in der Royal Academy of Arts
mehr dazu bei Monocle

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Der Moment, der alles verändert - Sammlerin Patrizia Sandretto Re Rebaudengo

Eine Begegnung. Ein Werk. Eine Entscheidung.

Als sie vor einer Skulptur von Anish Kapoor steht, kippt etwas. Aus Betrachtung wird Haltung. Aus Interesse wird Sammlung. Heute steht ihr Name für eine der einflussreichsten Stiftungen für Gegenwartskunst in Europa. Turin, Madrid, Venedig – ein Netzwerk, das nicht nur sammelt, sondern produziert.
zum Interview mit der Sammlerin

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Geschichte als Material - Anselm Kiefer

Mailand. Der Palazzo Reale trägt noch immer die Narben des Krieges.

Genau hier zeigt Kiefer seine neue Ausstellung „Le Alchimiste“. In der Sala delle Cariatidi – jenem Raum, in dem 1953 Pablo Picasso „Guernica“ präsentierte. Kiefer arbeitet mit Geschichte. Nicht als Rückblick, sondern als Rohstoff. Sein Werk verbindet individuelle Biografien mit kollektiven Traumata. Vergangenheit als Werkzeug, Gegenwart zu lesen.
mehr dazu bei Domusweb

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Wien 1900 - Foto: MAK, Georg Mayer

Design & Architektur

Wien 1900: Die Erfindung des Modernen

Wien um 1900. Eine Epoche im Umbruch. Das MAK öffnet neu konzipierte Räume und erzählt die Geschichte des Wiener Kunstgewerbes als Prozess. „Work in progress“. Historismus weicht Moderne. Einflüsse aus Großbritannien, Frankreich, Japan treffen auf lokale Entwürfe. Daraus entsteht etwas Eigenes.

Die Idee: Kunst und Alltag sind nicht getrennt.

Vertreten durch Namen wie Josef Hoffmann, Koloman Moser und Joseph Maria Olbrich. Eine Bewegung, die Gestaltung neu definiert.
 zur Ausstellung im MAK
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Gaudí für Zuhause

Paris, 2. Arrondissement. Hundert Jahre nach seinem Tod tauchen Gaudís Möbel wieder auf – neu produziert, neu gelesen. Der Hersteller BD Barcelona Design bringt originale Entwürfe zurück. Stücke aus Casa Calvet und Casa Batlló. Gezeigt in einer temporären Ausstellung von Monde Singulier. Was bleibt, ist typisch Gaudí: organische Linien, radikale Formen, Möbel als Architektur im Kleinen. Ein Jahrhundert später wirken sie immer noch wie Zukunft.
im Wallpaper Magazin gibt es mehr dazu

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