
teuerste Pikachu Illustrator Pokémon-Karte die je versteigert wurde, Foto: Goldin Auctions
Zwischen Rekordpreisen, Verlust, Neubewertung und Aufbruch.
Ein Sammlerstück sprengt alle Dimensionen: Die „Pikachu Illustrator“-Karte erzielt 16,49 Millionen Dollar und markiert einen neuen Höhepunkt im globalen Markt für Raritäten.
Die Kunstwelt trauert um Henrike Naumann, die Deutschland auf der Venedig-Biennale vertreten sollte – ihr Tod trifft die Szene im Moment größter Erwartung.
In Frankfurt zeigt die Schirn eine große Werkschau von Thomas Bayrle und führt vor, wie präzise seine „Superformen“ unsere Gegenwart spiegeln.
Tracey Emin blickt zurück auf Exzess und Skandal – und spricht heute mit neuer Ruhe über Krankheit, Überleben und künstlerische Konsequenz.
Dasha Zhukova wechselt die Perspektive: von der Kunstmäzenin zur Immobilienentwicklerin, die Kultur und urbanen Raum strategisch verzahnt.
Und schließlich richtet sich der Blick nach vorn: Eine Branchenanalyse skizziert, wie sich der Kunstmarkt bis 2026 neu sortiert – regionaler, reflektierter, weniger getrieben vom schnellen Effekt.
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Kunstmarkt & Auktionen
Kunstmarkt 2026: Sammeln gegen den Strom
Die Kunstwelt stellt sich neu auf. Eine Analyse der Händlerin und Kuratorin Daria Borisova versammelt Stimmen aus Europa, Großbritannien und den USA – und zeichnet das Bild eines Marktes im Umbruch. Tempo verliert an Bedeutung, Überzeugung gewinnt. Wert entsteht wieder aus Kontext, Substanz und Haltung, nicht aus Hype. Der Markt dezentralisiert sich geografisch: Regionale Zentren erstarken, während die globale Taktung an Schärfe verliert. Parallel dazu verschiebt sich das Kapital – weg von spekulativen Neuentdeckungen, hin zu strategischen Reinvestitionen in etablierte Positionen. Digitale Tools dienen nicht mehr als Abkürzung zum schnellen Deal, sondern als Instrumente zur Vertrauensbildung.
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Rekordpreis für Pikachu-Illustrator-Karte: 16,49 Millionen Dollar
Der gesamte Trading-Card-Markt hat seit Corona einen unfassbaren Boom erlebt. Vor wenigen Jahren galten 50.000 Dollar für eine „Pikachu Illustrator“ als absoluter Rekord. Das war einmal! Ein nun vorläufiger Höhepunkt, ist eine „Pikachu Illustrator“-Karte, die für eine zweistellige Millionensumme versteigert wurde. Das Auktionshaus Goldin setzt einen neuen Maßstab im Sammlermarkt. Die extrem seltene „Pikachu Illustrator“-Karte wechselte nach 41 Tagen Bieterduell bei Goldin Auctions für 16,49 Millionen Dollar den Besitzer – mehr als das Dreifache des Kaufpreises von vor fünf Jahren. Die Karte gilt als Heiliger Gral unter Pokémon-Sammlern. 1997/98 in Japan als Preis eines Zeichenwettbewerbs vergeben, existieren nur wenige Exemplare. Logan Pauls Version ist laut Experten das einzige mit der Bestnote PSA 10 zertifizierte Exemplar. Absolute Seltenheit trifft auf perfekten Zustand – der Markt reagiert mit einem Rekord.
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Kunst
Henrike Naumann: Biennale-Künstlerin mit 39 Jahren gestorben
Die deutsche Kunstwelt trauert um Henrike Naumann. Die 1984 geborene Künstlerin, die Deutschland auf der Venedig-Biennale vertreten sollte, ist am 14. Februar in Berlin an den Folgen einer zu spät diagnostizierten Krebserkrankung gestorben.
Naumann brachte eine unverwechselbare ostdeutsche Perspektive in die internationale Gegenwartskunst. Bis zuletzt arbeitete sie an ihrem Projekt für den Deutschen Pavillon – ein Gemeinschaftsvorhaben, getragen von ihrer künstlerischen Vision. Die Ausstellung soll wie geplant realisiert werden. Ihr Tod reißt eine Lücke, kurz vor einem Karrierehöhepunkt.
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Thomas Bayrle: Superformen in der Schirn
Thomas Bayrle bleibt eine Schlüsselfigur der deutschen Gegenwartskunst. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem 1937 geborenen Künstler vom 12. Februar bis 10. Mai 2026 eine umfassende Soloschau mit über 50 Werken aus zwei Jahrzehnten.
Bayrles Arbeiten sezieren die Mechanik der Moderne: Masse und Individuum, Konsum und Religion, Industrie und Digitalität. Seine charakteristischen „Superformen“ – Verdichtungen aus wiederholten Einzelelementen – gehen zurück auf seine Ausbildung als Maschinenweber. Malerei, Grafik, Skulptur, Sound und Video treten in Dialog mit dem Ausstellungsort, der ehemaligen Dondorf-Druckerei.
Der Ausstellungstitel zitiert Bayrles Leitsatz als Professor an der Städelschule: „Fröhlich sein!“ – Haltung und Programm zugleich.
➡️ zur Ausstellung
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Tracey Emin: Radikale Ehrlichkeit nach dem Absturz
Tracey Emin war Enfant terrible der 1990er. Mit ihrem ungemachten Bett schockierte sie das Establishment, mit Exzessen fütterte sie die Schlagzeilen. Heute wirkt sie ruhiger – aber nicht weniger kompromisslos.
In ihrem Haus im Küstenort Margate arbeitet Emin nachts, spricht offen über Krankheit, Nahtoderfahrung und Neubeginn. Die einstige Provokateurin ist zur Institution geworden. Ihre Kunst bleibt autobiografisch, verletzlich, direkt. Der Skandal ist Vergangenheit – die Radikalität nicht.
➡️ Bericht und Interview im Guardian
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Dasha Zhukova: Vom Kunstbetrieb in die Immobilienwelt
Dasha Zhukova erfindet sich neu. Die Museumsgründerin und Kunstmäzenin treibt mit ihrem Unternehmen „Ray“ ein ambitioniertes Projekt in Harlem voran: den Neubau des National Black Theatre.
Das Konzept verbindet Kultur und Wohnen. Über dem Theater entstehen 21 Etagen mit Apartments, flankiert von ortsspezifischer Kunst und Gemeinschaftsräumen. Zhukova, fünffache Mutter und einst feste Größe im internationalen Society-Kalender, positioniert sich damit als Entwicklerin mit kulturellem Anspruch. Immobilien als Plattform für Kunst – ein Rollenwechsel mit Kalkül.
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Kappe House, Ray Kappe, Pacific Palisades, LA, Bildnachweis: Cameron Carothers
Design & Architektur
Ray Kappes Ikone der Midcentury-Moderne steht zum Verkauf
Ray Kappe baute 1967 sein eigenes Wohnhaus in Pacific Palisades – ein Schlüsselwerk des kalifornischen Modernismus. Nun kommt das Anwesen erstmals auf den Markt, für 11,5 Millionen Dollar.
Kappe, Mitbegründer des Southern California Institute of Architecture (SCI-Arc), prägte Generationen von Architekten. Seine Häuser wurden zu Filmkulissen und Projektionsflächen eines Lebensgefühls zwischen Glas, Holz und Hanglage. Das Kappe House gilt als gebaute Theorie: offen, modular, lichtdurchflutet. Jetzt sucht die Ikone einen neuen Besitzer.
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